Unsere Beratungsfelder

Erbrecht, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuerrecht

Als auf Erbrecht spezialisierte Kanzlei in Spanien können wir auf dem Gebiet der Erbrechts und Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht auf einen langjährigen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Wir beraten Sie bei der Planung Ihres Nachlasses, bei der Übertragung Ihres Vermögens in Spanien auf Familienmitglieder, bei der Gestaltung von steuerlich optimierten Testamenten und Erbverträgen, bei der Regelung eines Erbfalles in Spanien, der Teilung eines Nachlasses unter Miterben oder der Eintragung eines Erbfalles ins spanische Grundbuch. Außerdem regeln wir für Sie Pflichtteilsansprüche und klären alle Fragen zur deutschen und spanischen Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer.

Ein aktuelles Thema ist die Prüfung und das Durchsetzen von Ansprüchen auf Erstattung von Erbschaft- oder Schenkungsteuer die sich aus dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom 03.09.2014 ergeben. Der EuGH hat mit dem genannten Urteil das spanische Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz wegen ungerechtfertigter Ungleichbehandlung von Personen, die nicht in Spanien ansässig sind, für europarechtswidrig erklärt. Hier finden Sie nähere Informationen hierzu.

NACHLASSPLANUNG

Eigentümer von Immobilien in Spanien sollten aufgrund der bisweilen hohen spanischen Erbschaftsteuer frühzeitig für den Erbfall vorsorgen. Im Bereich der Nachlassplanung legen wir auf Wunsch besonderes Augenmerk auf die Prüfung der steuerlichen Folgen eines Erbfalls. Unsere Kenntnisse im spanischen und deutschen Erbschaftsteuerrecht erlauben uns, für unsere Mandanten ganzheitliche, vorausschauende Modelle zu erarbeiten um die Erbschaftsteuer im Erbfall gezielt zu reduzieren.

SCHENKUNG VON IMMOBILIEN IN SPANIEN

In Deutschland ist es wegen hoher Schenkungsteuerfreibeträge bisweilen sinnvoll, grössere Vermögenswerte wie Immobilien bereits zu Lebzeiten an die Kinder zu übertragen. Übertragungen dieser Art werden als „vorweggenommener Erbfolge“ bezeichnet und zumeist mittels Schenkungsverträgen abgewickelt. Im Rahmen dieser Verträge behalten sich Eltern regelmässig ein lebenslanges Nutzungsrecht in Form eines sog. „Nießbrauchsrechtes“ vor. Auf diese Weise können sie die Immobilie weiter bewohnen oder vermieten, die Kinder sind jedoch bereits Eigentümer und haben damit bereits einen Teil des Wertgehaltes der Immobilie erhalten. Die Unterhaltungskosten für die Immobilie tragen für gewöhnlich die Nießbrauchsberechtigten. Das Eigentum ohne Nießbrauchsrecht wird in Spanien übrigens als „nacktes Eigentum“ bezeichnet.

In Spanien haben die einzelnen autonomen Regionen wie etwa Katalonien, die Balearen, Madrid oder Andalusien, jeweils eigene Regelungsbefugnis im Bereich des Erbschaft- und Schenkungsteuerrechts. Bei der Prüfung der Frage, ob die Übertragung einer Immobilie in Spanien im Wege einer Schenkung steuerlich vorteilhaft ist, ist daher zunächst zu prüfen, welches Erbschaft- und Schenkungsteuerrecht auf die geplante Schenkung Anwendung findet. Anschließend ist zu berechnen, ob und wo bei der Schenkung Schenkungsteuer anfallen würde und ob die Übertragung im Erbfall steuerlich günstiger wäre.

Bei der Beantwortung dieser Fragen stehen wir Ihnen als auf Erbrecht spezialisierte Rechtsanwälte mit Sitz in Katalonien zur Verfügung. Wir fertigen für Sie eine übersichtliche Steuersimulation damit Sie entscheiden können, ob eine Übertragung im Wege der vorweggenommenen Erfolge in Ihrem Fall Sinn machen könnte. Entscheiden Sie sich für eine Übertragung, bereiten wir die hierfür notwendigen Verträge vor und organisieren notwendige Notartermine und Behördengänge.

GESTALTUNG VON TESTAMENTEN UND ERBVERTRÄGEN

Eine vorausschauende Nachlassplanung sollte mit der Errichtung eines Testaments oder Erbvertrages ihren Abschluss finden. Mit der Errichtung eines Testaments können nicht nur Streitigkeiten zwischen den Erben, sondern auch fatale erbschaftsteuerliche Folgen und finanzielle Risiken für die Nachkommen verhindert werden. Aufgrund der bisweilen hohen Erbschaftsteuer in Spanien sollte sich jeder Eigentümer einer Immobilie in Spanien fachkundig zu der Frage beraten lassen, welche steuerlichen Folgen im Erbfall zu erwarten sind und wie der Nachlass steuerlich sinnvoll geregelt werden kann. Dabei kann auch die Errichtung eines notariellen Testaments in Spanien sinnvoll sein.

Rechtsanwalt Julian Höhne und Rechtsanwalt Daniel Prieto Fernandez mit Kanzleisitz in Barcelona und der Costa Brava sind auf die Gestaltung von Testamenten und Erbverträgen in Spanien spezialisiert und unterstützen Sie gerne beim Entwurf Ihres Testaments.

REGELUNG DES NACHLASSES IN SPANIEN UND ABGABE DER SPANISCHEN ERBSCHAFTSTEUERERKLÄRUNGEN

Ist ein Erbfall eingetreten und gehört spanischer Grundbesitz zum Nachlassvermögen, haben die Erben die Erbschaft vor einem Notar in Spanien anzunehmen und binnen sechs Monaten nach dem Tod des Erblassers in Spanien eine Erbschaftsteuererklärung einzureichen.

Unsere auf Erbrecht spezialisierten Rechtsanwälte Julian Höhne und Daniel Prieto Fernandez beraten und unterstützen Sie bei der gesamten rechtlichen und steuerlichen Regelung des Nachlasses in Spanien. Wir korrespondieren mit den deutschen und spanischen Nachlassgerichten, kümmern uns um sämtliche Behördengänge, organisieren die notarielle Beurkundung der Erbschaftsannahmeerklärung, erstellen die Erbschaftsteuererklärung und lassen das Grundbuch berichtigen. Bei der steuerlichen Bewertung der in den Nachlass fallenden Vermögenswerte können wir als auf Erbrecht spezialisierte Kanzlei in Spanien dank unserer Erfahrung mit den spanischen Finanzbehörden wertvolle Hilfestellung leisten.

ERBSTREITIGKEITEN UND DURCHSETZUNG UND ABWEHR VON PFLICHTTEILS- UND VERMÄCHTNISANSPRÜCHEN

Erbstreitigkeiten treten zumeist bei der Ermittlung der Erben, der Auseinandersetzung einer Erbengemeinschaft oder in Verbindung mit Pflichtteils- oder Vermächtnisansprüchen auf.

Als internationale Erbrechtskanzlei mit Sitz in Barcelona und der Costa Brava haben wir häufig mit sogenannten Erbstreitigkeiten mit Auslandsbezug zu tun. Als Erbstreitigkeit mit Auslandsbezug werden Streitigkeiten bezeichnet, bei denen Erblasser, Erbe, Pflichtteilsberechtigter oder Vermächtnisnehmer verschiedene Staatsangehörigkeiten besitzen oder in unterschiedlichen Staaten ansässig sind. Von einer Erbstreitigkeit mit Auslandsbezug spricht man außerdem, wenn zum Nachlass Vermögenswerte im Ausland gehören.

Bei dieser Art von Erbstreitigkeiten ist nicht ungewöhnlich, dass das zuständige Nachlassgericht bei der Urteilsfindung ausländisches Recht anzuwenden hat. Hier ist von besonderer Bedeutung, dass Ihr Rechtsanwalt nicht nur das nationale, sondern auch das ausländisch Recht beherrscht.  Unsere auf Erbrecht spezialisierten Rechtsanwälte Julian Höhne und Daniel Prieto Fernandez haben in Deutschland ihr Studium der Rechtswissenschaft absolviert und sind sowohl in Spanien als auch in Deutschland als Rechtsanwalt zugelassen. So können wir Ihre Interessen in Erbstreitigkeiten mit Auslandsbezug sowohl in Spanien als auch in Deutschland optimal vertreten.

Prüfung und Durchsetzen von Ansprüchen auf Erstattung von Erbschaft- oder Schenkungsteuer aufgrund des Urteils des EuGH vom 03.09.2014

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat in seinem Urteil vom 03.09.2014 das spanische Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz wegen ungerechtfertigter Ungleichbehandlung von Personen, die nicht in Spanien ansässig sind, für europarechtswidrig erklärt. Laut EuGH verstößt die aktuelle Gesetzgebung gegen die Kapitalverkehrsfreiheit.

Personen, die nicht in Spanien ansässig sind und Vermögen in Spanien geerbt haben oder geschenkt bekamen, unterlagen bislang einer deutlich höheren Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer als Personen, die in Spanien ansässig sind.

Wenn beispielsweise eine in Deutschland lebende Person im Jahr 2013 von seinem Ehepartner eine Immobilie in Barcelona geerbt hat und diese Immobilie bei der Regelung des Nachlasses mit 300.000,- Euro bewertet wurde, musste er rund 52.000 € Erbschaftsteuer bezahlt. Hätte das Ehepaar damals seinen Wohnsitz in Katalonien gehabt, hätte der überlebende Ehepartner hingegen keine Erbschaftsteuer bezahlen müssen. In diesem Fall wäre er nämlich in den Genuss der aufgrund seines Wohnsitzes anwendbaren hohen Freibeträge nach katalanischem Recht gekommen. Vergleichbare Steuervergünstigung für Ansässige gibt es in den meisten Regionen Spaniens.

Diese Ungleichbehandlung von Nichtansässigen war Inhalt des nun entschiedenen EuGH-Verfahrens. Da die geltende spanische Erbschaft- und Schenkungsteuergesetzgebung nun für europarechtswidrig erklärt wurde, können Betroffene jetzt die Erstattung der (zu viel) bezahlen Erbschaft- oder Schenkungsteuer verlangen. Hier finden Sie nähere Informationen hierzu.

 

Wir sind Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Erbrecht des Deutschen Anwaltvereins.